Gästebuch - Weitersagen - Kontakt - Neuseeland-Start - mschauer-Home

 Fotos >>  Meer  -  Berge  -  Vulkane & Thermal  -  Places  -  Tiere  -  Pflanzen  -  Menschen 

 Reisebericht  -  Tipps zur Vorbereitung 

 
Februar 2005
Di Mi Do Fr Sa So Mo
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28
März 2005
Di Mi Do Fr Sa So Mo
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31
April 2005
Di Mi Do Fr Sa So Mo
1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30

11.04.2005 Curio Bay, Lake Wilkie und die Cannibal Bay

Versteinerter WaldDer Rückweg zum Petrified Forrest in der "Curio Bay" hat sich wirklich gelohnt. Man kann hier einen ca. 180 Mio. Jahre alten versteinerten Wald sehen. Die Stämme sind teilweise umgestürzt und man kann die Struktur der Rinde sehen. Über die ganze Fläche verteilt findet man aber kleinere oder größere kleine Erhebungen. Das sind die Reste aufrecht stehender Baumstämme. Diese sind zum Teil so gut erhalten, dass man sogar Jahresringe zählen könnte. Mein Herz schlägt höher. Das ist Erdgeschichte pur, in der man sogar herumwandern darf. Auf der Treppe, die zum "Wald" hinunterführt, sind kleine Schautafeln angebracht, die eine Vorstellung davon vermitteln, wie es hier vor 180 Millionen Jahren ausgesehen haben könnte. Wir haben wieder das Nachsaison-Glück, dass anfangs niemand außer uns da ist und, ich ein menschenleeres Panorama machen kann.

Anschließend fahren wir weiter Richtung Nugget Point und finden mitten im Catlins Wald im "William King Country" den "Lake Wilkie". Zuerst scheint es nur ein toller Platz zu sein, um Mittagspause zu machen bis ich eine kleine Erkundungswanderung in den Wald mache.

Nach ein paar Schritten ist man umgeben von Riesenfarnen, Rimu- und Manukabäumen und einem Vogelgezwitscher wie im Alfred Brehm Tropenhaus im Berliner Tierpark. Es ist großartig und ich möchte am liebsten gar nicht mehr aus dem Wald heraus.

Die Kids gehen zum Camper zurück und ich gehe ein paar Schritte vom Weg ins Gebüsch und bin mitten im Urwald. Das Panorama kann leider nur einen sehr bescheidenen Eindruck der Wirklichkeit vermitteln.

Nach dem Mittag machen wir die kleine Rundwanderung um den wunderschönen "Lake Wilkie" mit spiegelglattem Wasser, in dem sich der Wald in wunderbaren Farben spiegelt.

Frosch am Lake WilkieEine kleine Brücke führt am Rand des Sees durch den Uferbereich. Dort entdecken wir in den Uferpflanzen etliche kleinere (ca. 1,5 - 2 cm) Frösche. Die sind wirklich interessant und ich ärgere mich zum ersten Mal so richtig, dass ich mein Macro-Objektiv zu Hause gelassen habe. Beim nächsten Mal vielleicht :)

Die kleine aber sehr empfehlenswerte Broschüre "Southern Scenic Route" ( www.southernscenicroute.co.nz ) verspricht für die "Cannibal Bay" New Zealand (Hooker's) Sea Lions, und sie verspricht nicht zuviel. Wir sehen 6-7 der Seelöwen, die eine wirklich beeindruckende Größe erreichen. Wir können bis auf ca. 10m an die Tiere heran. Zur Krönung kommt in der Abendsonne ein weiterer Seelöwe aus dem Wasser, lümmelt sich noch eine Weile in der Brandung, um sich dann am Strand gähnend zu seiner ganzen Größe aufzurichten. Das ist mit keinem Zoo der Welt zu vergleichen.

Hooker Sea LionWir werden sogar noch Zeugen eines unglaublichen Schauspiels. Eine der kleineren Pelzrobben kommt unbehelligt bis auf wenige Meter an die Gruppe der viel größeren Seelöwen heran. Plötzlich lösen sich zwei der Seelöwen stürmen auf die Robbe zu. Wir dachten zuerst, dass sie diese nur vertreiben wollen, aber sie lassen nicht nach und treiben die Robbe immer weiter vor sich her ins Wasser. Die Robbe versucht, das offene Meer zu erreichen, aber einer der Seelöwen schneidet ihr immer wieder den Weg ab. Es ist eine regelrechte Jagt. Das geht so die ganze Bay entlang. Irgendwann verlieren wir die drei aus den Augen. Wir wissen also nicht, was aus der kleinen Robbe geworden ist. Wir hoffen das Beste. Das sieht man auf jeden Fall in keinem Tierpark!

 

Wir wollten eigentlich ein Lagerfeuer machen, aber da es zu windig ist, fahren wir weiter Richtung Nugget Point und suchen ewig nach Schlafplatz und finden ihn ca. 5 km vor der Kreuzung zum Nugget Point an der Gravel Road. Die Südinsel ist zwar sehr dünn besiedelt, aber fast komplett eingezäunt. Das wir ja gut erzogene Deutsche sind, stellen wir uns ja nicht einfach in eine Einfahrt.

 
 
© 2005 Marco Schauer, Impressum - Gästebuch - Weitersagen