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1.04.2005 Aoraki Village, Tasman Glacier

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Gleich morgens machen wir uns auf den Weg nach "Aoraki/ Mount Cook", einer kleinen Ortschaft am Fuße des Aoraki.

Auf der Hinfahrt machte ich kurz vor "Aoraki Mount Cook" einen kurzen Fotostopp und war gerade dabei meine Kamera einzustellen, um einen tollen Gletscher voraus zu fotografieren, da lenkte eine dumpfes Grollen meinen Blick nach oben. Instinktiv stellte ich ausnahmsweise auf Automatik und bekam gerade noch die gerade abgehende Lavine vor die Linse. Schade, dass ich nicht mein 400mm "Angeber"-Objektiv montiert hatte.

Im Visitors Center holen wir uns für $ 1,00 die kleine Broschüre "Walks im Mount Cook National Park". Wir entscheiden, uns vormittags die ca. ½ stündige Wanderung (100 Höhenmeter) zu den "Blue Lakes" und dem "Tasman Glacier" zu machen, auch um mal die Kids anzutesten.

Nachmittags wollten wir und den viel versprechenden, ca. 4 stündigen "Hooker Valley Track" in Angriff zu nehmen. Aber es kam wie immer anders.

Zum Tasman Glacier fährt man über eine kleine Gravelroad bis zu einem kleinen Parkplatz unterhalb des Gletschers. Von dort sind es dann ca. 25 Minuten bis zu einem Aussichtspunkt. Wir waren in ca. 15 Minuten da und bekamen einen tollen Blick auf den auf den ersten Blick enttäuschenden Gletscher zu sehen. Die eigentliche Gletscherzunge ist völlig mit Felsgeröll bedeckt, reicht aber in einen toll gefärbten Gletschersee hinein, auf dem riesige Eisblöcke schwimmen. Wie groß diese eigentlich sind, sieht man erst, wenn die von oben winzigen, aber mit 6 Personen besetzten Schlauchboote, der Gletschertouren auf dem See herumfahren.

Wieder einmal freuten wir uns, dass wir in der Nachsaison unterwegs waren. Das Wetter war mittlerweile perfekt und mit uns nur ca. 8 - 10 Leute auf der Plattform. Hier drängeln sich in der Hochsaison sicher 5-6 Mal so viele Leute.

Ich wollte auch zum Gletschersee runter. Dazu hätten wir zum Parkplatz zurück und dann einen anderen Weg nehmen können, aber das Kletterfieber hatte uns gepackt. Wir entschieden uns also quer über das Geröllfeld runter bis zum See zu krakseln. Tasmal Glacier PanoramaUnd das war heftig. Wie schon gesagt, 100 Höhenmeter aber verteilt auf eine viel kleinere Strecke und über und um mannshohe Felsbrocken. Das war eine echt geile Kletterei. Es war zwar nicht ganz ungefährlich, aber wir sind immer jeder vor einem der Kids gelaufen, die im Falle eines Falles auf uns "aufgefahren" wären. Den Kindern hat es jedenfalls einen Heidenspaß gemacht. Da wir einiges an Kreuz- und Querwegen machen mussten, dauerte der Abstieg aber sicher 1,5 Stunden. Unterwegs machten wir eine kurze Pause, um auszuruhen. Plötzlich fiel mir ein schleifendes Geräusch unterhalb unserer Position auf. Ich vermutete eine Rutschung im Geröll, aber es war noch besser. Wir standen mitten auf einem riesigen Eisblock (10x15m) dessen Oberfläche in der Sonne schmolz. So kam das auflagernde Geröll ins Rutschen. Wir machten, dass wir herunter kamen und schauten uns das Schauspiel aus sicherer Entfernung an. So etwas sieht man natürlich nicht von der Aussichtsplattform.

Den Eisbrocken haben wir dann noch einer näheren Untersuchung inkl. Gletscherverkostung unterzogen, dann ging's weiter runter.

Unten am Gletschersee war es ein tolles Gefühl mit dem Gletscher so zu sagen auf Augenhöhe zu sein. Die Kletterei hatte sich gelohnt. Aber wir hatten ja noch die Rückkrakselei in Richtung Parkplatz vor uns. Das dauerte auch noch mal sicher eine Stunde. Dann ging's erschöpft zurück zum Lake Pukaki, wo wir zur Krönung noch ein Lagerfeuer machten.

Ganz perfekt war der Tag aber nicht. Wir hatten alle vergessen uns gegenseitig in den April zu schicken.

 
 
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