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 Reisebericht  -  Tipps zur Vorbereitung 

 
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28.03.2005 Whale watching

Aufwachen auf der Lndzunge mit Meer vorne, links und rechts. Toll.

Ich fahre von der Landzunge zurück zum ersten Halt vom Abend vorher. Hinten schläft noch alles - ich will die Seals im Sonnenaufgang fotografieren und habe Glück.

Danach machen wir nur ein kurzes Frühstück. Wir wollen nach Kaikoura, Wale sehen.

Bei der Einfahrt in Kaikoura schauen wir, wie bei jeder Stadt, nach einer der kostenlosen Dumping-Stations, wie es sie an einigen Tankstellen gibt. Wir werden fündig und haben wider einmal $ 5,00 gespart, den üblichen Obolus auf Campgrounds.

Wir fahren geradewegs zu "Whale Watching Kaikoura". Dort sind wir aber erstmal leicht geschockt von den Preisen. $ 370,00 für uns alle - das ist saftig. Dieser Eindruck relativiert sich aber bald, doch dazu später mehr.

Wir überlegen aber ernstlich, das Whale Watching zu lassen, da wir gelesen und gehört haben, dass das alles doch sehr kommerzialisiert sein soll. Da das Wetter aber perfekt ist, entschließen wir uns dann doch. Wir reservieren die 3pm-Tour, da ich hoffe, dass nachmittags das Licht besser ist (Und ich werde belohnt werden.).

Kaikoura Ranges

Vorher fahren wir zum "Kaikoura Lookout". Von dort hat man eine geniale Sicht auf die "Kaikoura-" und die "South-Bay". Ich kriege ein gutes Panorama über beide Buchten und Kaikoura in.

Danach fahren wir zum "Fyffe House", einem alten Wahlfänger Cottage und dem ältesten Haus in Kaikoura. Das Haus selbst ist nicht so spektakulär, aber auf dem kleinen Landzipfel lümmelt wieder eine der "Fur Seals" und lässt sich nicht nur von mir, sondern auch einer Horde Japaner geduldig ablichten.

Whale Wathing

Dann endlich gegen 15:00 Uhr fahren wir zurück zum HQ von "Whale Watch Kaikoura", löhnen die $ 370,00 und werden mit einem Bus zum "Whale Wathing Kiakoura"-eigenen Anlegehafen nach South Bay gefahren. Unterwegs gibt's die üblichen Sicherheitshinweise in einem ultraneuseeländischen Dialekt.

Dann sind wir endlich auf einem der hochmodernen, anscheinend speziell angefertigten Katamaranboote. Families mit Kindern dürfen wieder zuerst einsteigen :).

Im vorderen Teil der Kabine ist ein riesiger Flatscreen mit Computer eingebaut. Wow.

Dann geht's los. Unterwegs sieht man auf dem Screen in einer Echtzeit-3D-Animation die aktuelle Position des Bootes mit Speed und Wassertiefe. Die Wasseroberfläche und der Meeresboden sind wie bei einem modernen 3D-Game animiert. Superklasse. Die Tiefe unterm Kiel wird mit eingeblendeten berühmten Gebäuden visualisiert. Da direkt vor der Küste Kaikouras ein ca. 1350m tiefer Meeresgraben liegt, türmen sich bald mehrere "Empire State Buildings" am Bildschirmrand.

Zwischendurch werden in perfekt gemachten Animationen und tollen Kommentaren des Führers die Tiere vorgestellt, die wir heute hoffentlich sehen werden.

Nach zirka 15 Minuten Fahrt gab es die erste "Walwarnung". Alle Gäste gingen an Deck und da lag der erste Spermwhale/ Pottwal auch schon nahezu unbeweglich im Wasser, nur ca. 20 m entfernt und blies vor sich hin. Es war ein toller Anblick. Der "Kommentator" hat ein wenig über die Wale erzählt, dass die meisten der derzeit zu sehenden Wale sog. "Residents", als Wale, die sich permanent hier aufhalten sind. Vermutlich an den Tönen des Wales kann man anscheinend erkennen wenn der Wahl sich auf das Tauchen vorbereitet. Dies wurde dann auch angekündigt und der Wal zeigte auch filmreif seine Schwanzflosse. Das war ein toller Anblick, den ich mir natürlich nicht entgehen ließ.

Wale, Pottwale, Spermwhale

In ähnlicher Weise sahen wir weitere 3 Wale, wenn auch einer davon anscheinend schlief. Zur Suche kommen im Bot eingebaute Hydrophone und ein manuelles Hydrophon zum Einsatz, mit deren Hilfe die Wale angepeilt werden.

Dies erkennt man an der Frequenz der Atmung, die im Schlag viel langsamer ist als im Wachzustand. Als wir die Wale so friedlich im Wasser liegen sahen, bekam ich eine Vorstellung davon, wieso die Wale nahezu ausgerottet werden konnten. Einen Pottwal zu erlegen ist überhaupt keine Kunst. Heranfahren, abschießen und nächsten Wal suchen.

Wir erfuhren, dass sich vor Kaikoura regelmäßig sogar Orcas aufhalten, und vor zwei Wochen sogar ein Blauwal gesichtet wurde. Als Abschluss der Tour wollte uns der Kapitän noch ein paar der hier häufigen "Dusky Dolphins", der kleinsten hier vorkommenden Art, zeigen. Wir fuhren eine Weile in der Gegend rum und sahen auch immer wieder kleinere Gruppen von 6-10 Tieren, aber das war dem Kapitän zu wenig. Und dann kam die Hammer-Meldung. Ca. 200-300 Tiere voraus.

Dusky DolphinsDas Boot fuhr mitten in die Schule hinein und plötzlich waren überall springende Delphine, die um und unter das Boot tauchten, Luftsprünge machten oder einfach neben dem Boot her schwammen. Das war der echte Oberknüller. Ich dachte immer Delphine machen die Faxen nur im Delphinarium, aber das ist, wie wir später erfuhren eine Jagt-Technik. Die Delphine verfolgen einen Fischschwarm und kreisen ihn ein. Einige Tiere schwimmen unter den Schwarm und andere springen von oben auf dem Schwarm und treiben ihn so den unten wartenden Delphinen zu, die mit den Schwänzen in den Schwarm schlagen und so die Fische betäubt fressen können. Klevere Technik.

Total begeistert traten wir die Rückfahrt an und sahen noch einen riesigen Wanderalbatros mit ca. 4 m Spannweite. Die Präsentation unterhielt uns dann noch mit einer simulierten Fahrt durch den Tiefseegraben vor Kaikoura, der in einer spektakulären Animation entleert wurde.

Trotz des rel. hohen Preises kann ich sagen, dass sich jeder Cent gelohnt hat. Es ist eine rundherum gelungene Aktion. 5 Sterne!

Übernachtet haben wir dann irgendwo am SH1 auf dem Weg nach Christchurch, wir mussten ja nun Geld sparen.

 
 
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