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 Reisebericht  -  Tipps zur Vorbereitung 

 
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13.03.2005 White Island

White Island mit Vulcan HelicoptersWir mussten früh aufstehen, da wir gegen 08:00 Uhr unseren Flug zur Insel bei vulcanheli.co.nz bestätigen mussten. Danach kurz frühstücken und Brote schmieren, da Kirsten mit dem Kids zum Strand gehen wird, solange wir unterwegs sind. Und irgendwie müssen die Raubtiere ja bei Laune gehalten werden.

Zum Glück ist direkt am Flughafen ein toller Strand, so dass wir nicht lange suchen müssen.

Am Heliport gibt's eine kurze Einführung in Verhaltensweisen bei "unbeabsichtigtem Abbruch des Fluges". Dann rein in den modernen Heli, mein Monstermobjektiv montiert und ab.

Der Anflug war schon klasse, abgesehen davon, dass ich mit fast leeren Batterien in der Kamera zu kämpfen hatte. Der Bildstabilisator im Sigma 80-400 OS Objektiv saugt einfach massiv Strom. Aber es lag sowieso ein Dunstschleier über der Insel. Im direkten Anflug von Osten auf den Krater bekam ich aber dann doch noch ein tolles Bild des Kratersees hin.

Der Pilot wusste aus einer schier unerschöpflichen Kiste von Geschichten und Fakten zu schöpfen. U. a. dass er schon öfter Strandparties an der am Nordende der Insel gelegen "Shark Bay" beobachtet hat, die wegen der zahlreichen Mako- und Hammerhaie diesen Namen nicht zu unrecht trägt.

Nach der Landung erwartete uns eine unglaubliche Wanderung in einer "außerirdischen" Umgebung. Mein Geologenherz schlug Purzelbäume. Überall Fumarolen, heiße Quellen, alte Rutschungen, knallgelb oder dunkelgrün gefärbte Kanäle.

White IslandUnd dann der Kratersee. 52°C heiß und ca. 50m tief. Kommentar des Piloten: "A neat place for your mother in law, isn't it" ;)

Wir hatten außerdem noch mehr Glück. Der See war so groß und mit einem so hohen Wasserspiegel, wie noch nie. Daher war auch die typische weisse Rauchfahne nicht zu sehen, da der Kratersee sogar den dafür verantwortlichen Schlot überflutet hatte.

Ich habe den Piloten alles Mögliche über den Vulkanismus, das Verhalten des Vulkans usw. ausgefragt. Er wusste wirklich gut Bescheid.

Er erzählte uns, WIE aktiv der Vulkan ist. Quer durch den Krater ging eine Rutschung, die eines Tages genau zwischen zwei Besuchen abgegangen ist. Vormittags hatte Hugh sich noch an die besagte Wand gelehnt. Als er am Nachmittag wieder kam, war die Wand und einiges dahinter quer durch den Krater gerutscht. Schluck.

Andrea wurde es doch ein wenig mulmig. Erst recht als er uns erzählte, dass sie einige Jahre zuvor einen Heli samt Besatzung verloren haben, als der Vulkan direkt vor der Landung meinte, eine kleine Eruption zu starten. In einem Nebensatz erwähnte Hugh, dass er das immer erst erzähle, wenn alle bereits in Heli sitzen :)

Das war aber nichts gegen das Inferno von 1920, als eine größere Eruption die komplette Schwefelabbaufabrik inkl. der Häuser der Arbeiter verwüstete. Auch intensive Suche brachte keinen der Arbeiter zurück an die Erdoberfläche. Vermutlich wurden alle ins Meer gerissen.

Alles in allem hat sich die Tour trotz des relativ hohen Preises mehr als gelohnt. Im Vergleich mit Helirundflügen hier in Deutshland, bei denen man für 15 Minuten manchmal schon EUR 30, bezahlt, waren die 2 Stunden inkl. Führung in einem aktiven Vulkankrater mitten im Meer mehr als preiswert. 5 Sterne!!!

 
 
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